Wenn der Name Marietta Slomka Brustkrebs fällt, denken viele sofort an eine der bekanntesten und vertrauenswürdigsten Nachrichtenmoderatorinnen Deutschlands. Seit Jahren prägt sie mit ihrer ruhigen, kompetenten Art das ZDF-„heute journal“. Doch hinter der professionellen Fassade verbirgt sich auch eine Frau, die mit einer der größten Herausforderungen des Lebens konfrontiert wurde: Brustkrebs.
Im Jahr 2023 machte Marietta Slomka ihre Diagnose öffentlich – ein mutiger Schritt, der nicht nur mediale Wellen schlug, sondern auch tausende Frauen (und Männer) erreichte, die selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der mit Brustkrebs kämpft. Ihre Offenheit ist mehr als nur eine persönliche Geschichte – sie ist ein Appell zur Vorsorge, zur Aufklärung und zur Solidarität.
In diesem ausführlichen Beitrag erfahren Sie:
- Wer Marietta Slomka ist – Karriere, Privatleben & öffentliche Wahrnehmung
- Wie und wann sie ihre Brustkrebs-Diagnose öffentlich machte
- Was Brustkrebs wirklich bedeutet – medizinische Fakten leicht erklärt
- Warum Früherkennung lebensrettend ist – Tipps zur Selbstuntersuchung & Screening
- Wie Marietta Slomka mit der Krankheit umgeht – psychologische & emotionale Aspekte
- Die gesellschaftliche Wirkung ihres Bekenntnisses – Enttabuisierung & Empowerment
- Wo Betroffene Hilfe finden – Adressen, Initiativen & Unterstützungsangebote
- Fazit: Warum Marietta Slomkas Geschichte Hoffnung macht
Wer ist Marietta Slomka?

Geboren 1965 in Düsseldorf, begann Marietta Slomka Brustkrebs ihre journalistische Laufbahn in den 1990er Jahren bei verschiedenen Print- und Fernsehmedien. Seit 2001 moderiert sie das „heute journal“ im ZDF – zunächst gemeinsam mit anderen Kollegen, später zunehmend allein. Ihr ruhiger, sachlicher Stil und ihre klare Sprache machen sie zu einer der meistgeschätzten Stimmen im deutschen Fernsehen.
Privat hält sie sich zurück. Verheiratet, Mutter von zwei Kindern, lebt sie bewusst abseits des Rampenlichts – was ihren Schritt, über ihre Krebserkrankung zu sprechen, umso bemerkenswerter macht.
Der Moment der Diagnose: Marietta Slomkas Offenbarung
Im Herbst 2023 verkündete Marietta Slomka in einem emotionalen Statement, dass bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden sei. Sie habe die Sendung vorübergehend verlassen müssen, um sich einer Behandlung zu unterziehen – inklusive Operation und Chemotherapie.
Besonders beeindruckend: Slomka sprach nicht nur über die medizinischen Aspekte, sondern auch über ihre Ängste, Zweifel und die mentale Belastung. Sie betonte, wie wichtig es sei, sich nicht zu schämen, über die Krankheit zu sprechen – und wie entscheidend Unterstützung durch Familie, Freunde und Kollegen gewesen sei.
„Ich habe gelernt, dass Schwäche manchmal die größte Stärke ist – nämlich dann, wenn man sie zulässt und darüber spricht.“
— Marietta Slomka
Brustkrebs: Was ist das eigentlich? Medizinische Grundlagen einfach erklärt

Brustkrebs (medizinisch: Mammakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Jährlich erkranken rund 70.000 Frauen neu – aber auch etwa 700 Männer werden pro Jahr diagnostiziert. Das zeigt: Brustkrebs ist keine reine „Frauenkrankheit“.
Wie entsteht Brustkrebs?
Krebs entsteht, wenn Zellen im Körper beginnen, sich unkontrolliert zu teilen. Bei Brustkrebs passiert dies im Drüsengewebe der Brust. Ursachen können sein:
- Genetische Veranlagung (z. B. Mutationen in den BRCA1- oder BRCA2-Genen)
- Hormonelle Faktoren (frühe erste Regel, späte Wechseljahre, Hormonersatztherapien)
- Lebensstil (Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel)
- Umwelteinflüsse und Strahlung
Wichtig: Brustkrebs ist kein Todesurteil! Dank moderner Medizin und Früherkennung liegt die Heilungsrate bei frühzeitig entdecktem Brustkrebs bei über 90 Prozent.
Früherkennung rettet Leben: So schützen Sie sich
Marietta Slomka betont immer wieder: Hätte sie nicht zur Vorsorgeuntersuchung gegangen, wäre der Tumor vielleicht erst viel später entdeckt worden.
Empfohlene Maßnahmen:
Selbstuntersuchung der Brust – monatlich, am besten einige Tage nach der Periode
Tastuntersuchung beim Frauenarzt – jährlich ab dem 30. Lebensjahr
Mammographie-Screening – alle 2 Jahre für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren (kostenlos im Rahmen des gesetzlichen Programms)
Ultraschall oder MRT – bei familiärer Vorbelastung oder dichtem Brustgewebe
Woran erkennen Sie Warnzeichen?
- Neue Knoten oder Verdickungen
- Eingezogene Brustwarze oder Haut
- Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze
- Hautrötungen, Schuppenbildung oder „Orangenhaut“
- Anhaltende Schmerzen (selten, aber möglich)
Merke: Nicht jeder Knoten ist Krebs – aber jeder Knoten sollte abgeklärt werden!
Wie geht Marietta Slomka mit der Krankheit um?
Was viele bewunderten: Slomka kehrte nach Abschluss der akuten Therapiephase relativ schnell ins Studio zurück – sichtbar gezeichnet, aber stark. Sie trug während der Chemotherapie eine Perücke, sprach offen über Haarausfall, Müdigkeit und die psychischen Tiefen.
Sie nutzte ihre Plattform, um aufzuklären:
Über Nebenwirkungen der Therapie
Über die Bedeutung von Psycho-Onkologie Über die Kraft der Gemeinschaft
Ihre Botschaft: „Krank sein ist okay. Darüber reden ist besser. Und kämpfen lohnt sich.“
Gesellschaftliche Wirkung: Warum ihr Coming-out so wichtig war
Marietta Slomka hat mit ihrer Offenheit etwas bewegt, das weit über ihre eigene Person hinausgeht:
Enttabuisierung von Krebs – besonders im öffentlichen Raum und im Berufsleben
Ermutigung anderer Betroffener, sich Hilfe zu suchen und nicht zu schweigen
Aufmerksamkeitssteigerung für Vorsorgeuntersuchungen – viele Frauen berichteten nach ihrer Ankündigung, sie hätten endlich ihren Termin vereinbart
Normalisierung des Themas im Journalismus und Fernsehen – wo oft Perfektion und Unverwundbarkeit inszeniert werden
Prominente wie Dunja Hayali, Barbara Schöneberger oder Hape Kerkeling haben ähnliche Wege gegangen – doch Slomkas nüchterne, unaufgeregte Art traf besonders tief.
Wo finden Betroffene Hilfe? Adressen & Initiativen
Wer selbst betroffen ist oder eine nahestehende Person unterstützt, braucht verlässliche Informationen und menschliche Nähe. Hier einige wichtige Anlaufstellen:
Telefonische Beratung:
- Deutsche Krebshilfe – kostenloser Infotelefon: 0800 – 8070887
- Brustkrebs Deutschland e.V. – Hotline & Online-Beratung
Online-Angebote:
- www.brustkrebs.de – umfangreiche Infos, Foren, Webinare
- www.krebshilfe.de – Broschüren, Videos, regionale Hilfsangebote
- www.mammo-programm.de – Infos zum kostenlosen Screening
Psychosoziale Unterstützung:
- Psycho-Onkologen in Kliniken & Praxen
- Selbsthilfegruppen vor Ort (z. B. über die Deutsche ILCO oder lokale Krebsgesellschaften)
- Angebote wie „Look Good Feel Better“ – kostenloses Schönheitsprogramm während der Chemo
Prävention & Lebensstil: Kann man Brustkrebs vorbeugen?
Zwar lässt sich Brustkrebs nie zu 100 % verhindern – aber das Risiko kann deutlich gesenkt werden:
Regelmäßige Bewegung – mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche
Gesunde Ernährung – viel Gemüse, Obst, Vollkorn; wenig Zucker & rotes Fleisch
Alkoholverzicht oder -reduktion – jedes Glas erhöht das Risiko
Rauchstopp – Rauchen erhöht das Risiko für viele Krebsarten
Gewicht halten – Übergewicht, besonders nach den Wechseljahren, ist ein Risikofaktor
Stillen – senkt das Brustkrebsrisiko langfristig
Auch Stressmanagement und ausreichend Schlaf spielen eine Rolle – denn ein geschwächtes Immunsystem kann Tumorzellen schlechter bekämpfen.
Fazit: Marietta Slomkas Geschichte gibt Hoffnung
Marietta Slomka steht exemplarisch für all diejenigen, die still leiden – aus Scham, Angst oder dem Gefühl, „stark“ sein zu müssen. Ihr Mut, ihre Krankheit öffentlich zu machen, hat vielen Menschen die Augen geöffnet: Krebs ist kein Makel. Es ist eine Krankheit, die behandelt werden kann – wenn man früh handelt.



